PERFORMANCES UND AUSSTELLUNGEN IN LISSABON UND BERLIN

Demythologize that History and Put It to Rest

„Demythologize that History and Put It to Rest“ war als performatives Gegen-Archiv konzipiert. Das 2018 realisierte Projekt rückte die Denkmäler zweier historischer Persönlichkeiten in den Mittelpunkt, die während der sogenannten Kongokonferenz (1884/85) in Berlin enormen Einfluss auf die Kolonisierung Afrikas durch die europäischen Mächte ausübten: Otto von Bismarck (Tiergarten, Berlin) und König Karl I. (Palacio da Ajuda, Lissabon).

 

Initiiert wurde das Projekt durch den in Berlin und Lissabon lebenden Maler und Kurator Márcio Carvalho, der für die künstlerische Recherche und Auseinandersetzung mit der eurozentristischen Erinnerungskultur Künstlerinnen und Künstler aus Angola, Kamerun, Gabun, Irak, Mosambik und Portugal eingeladen hat. Neben der in Mosambik geborenen Künstlerin Ângela Ferreira sind folgende Künstler an dem Projekt beteiligt: das Künstlerduo Lavoisier, der aus Angola stammende Künstler Kiluanji Kia Henda, die aus Porto stammende Künstlerin und Filmemacherin Filipa César, die heute in Berlin lebt, die interdisziplinäre Künstlerin (Gabun/Berlin) Nathalie Mba Bikoro, die beiden aus dem Irak stammenden und in der Schweiz lebenden Künstler Ali Afatlawi und Whatiq Almeri, die ihre persönliche Geschichte des Exils reflektieren, sowie der aus Kamerun stammende Performancekünstler Christian Etongo, der zeitgenössische Tanzpraxis mit rituellen Tänzen seiner Heimat verknüpft.

 

Die künstlerischen Positionen wurden im Rahmen zweier Ausstellungen bei Savvy Contemporary und Colonial Neighbors in Berlin und im Hangar – Centro de Investigação Artística in Lissabon gezeigt.

 

Partner: SAVVY Contemporary, Colonial Neighbours, Hangar, Gabinete de Estudos Olisiponenses

 

Unterstützt von: Goethe-Institut (Internationaler Koproduktionsfonds) 

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INSTALLATION LISSABON

Grada Kilomba: O barco / Das Boot

Vom 03. September bis 17. Oktober 2021 zeigte das MAAT - Museum of Art, Architecture and Technology in Lissabon die Installation Barco/Das Boot der Künstlerin Grada Kilomba. Dieses Installation, die auch als Entwurf für das Mahnmal zu Ehren versklavter Menschen Menschen eingereicht worden war, bestand aus 140 Blöcken, die die Silhouette eines Schiffsbodens bilden und den Raum minutiös nachzeichnen, der geschaffen wurde, um die Körper von Millionen von Afrikanerinnen und Afrikaner aufzunehmen, die von europäischen Imperien versklavt wurden. In der westlichen Vorstellungswelt wird ein Schiff leicht mit Ruhm, Freiheit und maritimer Expansion assoziiert, die als Entdeckungen" bezeichnet werden, aber nach Ansicht der Künstlerin kann ein Kontinent mit Millionen von Menschen nicht entdeckt werden", noch kann eines der längsten und grausamsten Kapitel der Menschheit - die Sklaverei - ausgelöscht werden". Diese erste groß angelegte Installation von Grada Kilomba erstreckte sich auf einer Länge von 32 Metern am Tejo und erinnerte an vergessene Geschichte und Identitäten.

 

Auftrag und Produktion: BoCA - Biennale für zeitgenössische Kunst  Kopoduziert von MAAT – Museum of Art, Architecture and Technology, Staatliche Kunsthalle Baden-Baden.

 

Partner: Câmara Municipal de Lisboa / EGEAC 

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