Postkoloniale Erinnerungsorte

Postkoloniale Erinnerungsorte

Das Konzept des Erinnerungsorts im Kontext des Projekts ReMapping Memories Lisboa – Hamburg

Der Umgang einer Gesellschaft mit Vergangenheit spiegelt sich in verschiedenen Erscheinungsformen kultureller Erinnerung wider. Doch wie entsteht kulturelle Erinnerung und wo ist sie verortet? Welche Konzepte werden der Verhandlung von Vergangenheit in pluralistischen Gesellschaften gerecht? Und wie kann Erinnerung aus einer postkolonialen Perspektive gedacht werden?

Jonas Prinzleve
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Postkoloniales Erinnern als Herausforderung

Postkoloniales Erinnern als Herausforderung

Die Vermächtnisse des Kolonialen in der Stadt

Wenn Entinnern und Erinnern aufeinandertreffen, entstehen Risse, Widersprüche und Konflikte, die uns bewusst machen, dass wir nicht die gleiche Geschichte erlebt haben und diese nicht gemeinsam erinnern. Im postkolonialen Europa treten die Risse durch die kolonialen Vermächtnisse immer deutlicher hervor, da die Forderung nach Gleichberechtigung eine neue postkoloniale Dimension erreicht hat, die die Geschichte Europas und ihre Monumente vom Sockel stößt.

Noa K. Ha
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Verbindungslinien

Verbindungslinien

Über das geteilte Kolonialerbe der Hafenstädte Lissabon und Hamburg

Die Hafenstädte Hamburg und Lissabon gehörten über lange Zeit zu den einflussreichsten Kolonialmetropolen Europas. Sie waren wichtige Knotenpunkte in einer langen und gewaltsamen Entstehungsgeschichte der globalisierten Welt, in der wir heute leben. Das koloniale Erbe der beiden Städte weist dabei eine Vielzahl von Verbindungslinien auf.

Jonas Prinzleve
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Spuren des Imperiums in der Stadt Lissabon

Spuren des Imperiums in der Stadt Lissabon

Die koloniale Vergangenheit hat im gesamten öffentlichen Raum Portugals ihre Spuren hinterlassen, besonders in der Stadt Lissabon, der ehemaligen Hauptstadt des Imperiums. Diese Spuren erstrecken sich bis in das postkoloniale Zeitalter, in welchem dem kolonialen Imperium neue Bedeutung zukommt – sei es als Ort des Gedenkens nationaler Identität oder als Ort der Anfechtung dieser Identität durch die Einforderung einer gerechteren und pluralistischeren Erinnerung an die koloniale Vergangenheit. 

Elsa Peralta
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Hamburg und der deutsche Kolonialismus

Hamburg und der deutsche Kolonialismus

Hamburg war als Hafenstadt Deutschlands Kolonialmetropole neben Berlin. Die Hafenstadt profitierte bereits lange vor der formalen Kolonialherrschaft des Deutschen Reiches (1884–1919) von der kolonialen Expansion Europas und stieg zu einem wichtigen Handelsplatz für Kolonialwaren auf. Im Kaiserreich (1871–1918/19) verband Hamburg die deutschen Kolonien in Afrika, Asien und Ozeanien mit dem Reich und wurde zur transnationalen Drehscheibe kolonialer Waren und menschlicher Mobilität. Und auch nach dem Ersten Weltkrieg blieb Hamburg Deutschlands Tor zur kolonialen Welt.

Kim Todzi
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